18. Oktober 2019

Castle

Ein Teil kindisch, ein Teil Makaber und ein Teil Krimi.

Richtig: Heute geht es um Castle.

Abstract

Reicher Schriftsteller tötet seine Hauptfigur, da es langweilig wurde ihn zu schreiben. Dann werden Morde nach seinen Büchern angelehnt und er fängt an als freier Berater des NYPD zu arbeiten…

Sicher heutzutage ist das ein Standard-Plot der in Serien wie Luzifer (mit dem Teufel), Forever, The Mentalist oder Bones schon mehrfach wieder verwendet wurde und nicht mehr sonderlich „frisch“ ist.

Der Mentalist, Bones und Castle waren jedoch die ersten Serien die diese Formel aufgriffen und für mich persönlich ist es Castle in der sie am Besten funktionierte.

Im Laufe der Story wird hinterfragt wer hinter dem Tod von Becketts Mutter steckt und Rick Castle und Kate Backet heiraten sogar in der zweiten Hälfte der Serie.

Charaktere

  • Richard Castle
    Das Kind im Manne… erfolgreicher Krimiautor auf der Suche nach seiner Inspiration und dem Leben das ihm die besten Inspirationen bietet.
    Er wird nie wirklich erwachsen, jedoch sieht man immer wieder, dass er das Herz am rechten Fleck hat und er sehr wohl Verantwortung übernehmen kann, wenn es drauf an kommt.
  • Kate Beckett
    Cop durch und durch und aus Leidenschaft. Erst versucht Sie Castle um alles in der Welt los zu werden, als sie Einsieht, dass dies nur zum Gegenteil führt, fängt ein kokettes Hin und her zwischen ihr und Rick an. Während Sie immer wieder sieht, dass Rick Castle in den schwärzesten Zeiten stets für sie da ist lernt Sie dank seinem Vorbild, dass Castles ungezwungene Art dort zum Ziel führt, wo Ihre Regeln ihr die Türen verschließen würden.
  • Martha Rodgers
    Castles Mutter und die Grande Dame der Serie. Sie ist eine in die Jahre gekommene Diva des Showbuissness die jedoch mit ihrer ungezwungenen und Freigeistigen Art stets für Auflockerung und Konfliktpotential sorgt, sprich: die Würze der Charaktere darstellt. Sie ist stets „drüber“ und dramatisiert gerne, ist aber stets eine Schulter für Castle, wenn er eine seine Mutter und ihren Rat wahrlich braucht.
  • Alexis Castle
    Tochter von Rick Castle und „eine alte Seele in jungem Körper“. Kurzum: pflichtbewusst, verantwortungsvoll und stets besonnen – Das genaue Gegenteil ihres Vaters. Natürlich sieht man im Laufe der Serie, dass Sie ebenfalls die Üblichen Fehler des Erwachsen werdens durchmacht, aber mit Sicherheit ist sie der nötige Ruhepol den Castle in seinem Leben braucht und an dem er beweisen kann, dass er eben auch Verantwortung übernehmen kann.
  • Javier Esposito
    Der Lateinamerikanische Esposito ist nach außen hin eher ein Macho ohne dies unangenehm heraus zu lassen.
    Er weiß, was er will und macht dies auch stets deutlich. Esposito ist eher hitzköpfiger und ist mehr ein Mann der Tat, während sein Partner Ryan eher nach einem Plan vorgeht. Gemeinsam nivellieren sie sich stets aus und kommen so meist auf das Ideale Ergebnis oder zumindest dazu den Weg gemeinsam zu gehen.
  • Kevin Ryan
    Der typische, leicht nerdige Weiße der mit einer gewisse Unsicherheit geschlagen versucht sich zu beweisen.
    Ryan kann mehrfach unter Beweis stellen, dass er ebenfalls „seinen Mann stehen“ kann und nicht einknickt, wenn es mal ungemütlich wird.
    Er und Esposito sind Partner die durch Dick und Dünn gehen und für Backett durch die Hölle gehen und im Laufe der Zeit ebenfalls Castle in ihren inneren Kreis aufnehmen.
  • Lanie Parish
    Gerichtsmedizinerin und über die längste Zeit der Serie Teil der Stammbesetzung. Sie ist die beste Freundin von Backett und die Person, welche Kate dazu drängt endlich aus sich heraus zu kommen und das Leben zu leben, anstatt Mauern aufzubauen.
  • Captain Roy Montgomery
    Der erste Captain des Reviers und derjenige der auf Geheiß des Bürgermeisters Castle mit Backett an Fällen arbeiten lässt. Sein Tod ist Heldenhaft und offenbart gleichzeitig eine alte Schuld die er in diesem Moment versucht versucht auszugleichen. Er ist sehr Menschlich und warm, gleichzeitig aber auch streng wenn es drauf an kommt.
  • Captain Victoria Gates
    „Iron Gates“ wie ihr eigentliche Spitzname war kommt nach dem Tod Roy Montgomerys auf das Revier und muss sich erst beweisen und lernt irgendwann nicht immer alles wissen zu wollen und „dem Team“ auch einmal etwas mehr Luft zum Arbeiten zu lassen. Am Ende ist sie jedoch zu 100% verlässlich und, wenn auch stets eher streng, immer eine Anlaufstelle mit offenem Ohr, wenn man ihr etwas gibt womit sie arbeiten kann.

Stärken

  • Stets interessante Fälle mit neuen Twists und einer unheimlich gute Chemie der Figuren untereinander.
  • Während Castle und Backett einen starken Start haben werden sie mit der Zeit immer weiter ausgearbeitet.
    Zeitgleich werden alle Nebencharaktere immer weiter Aufgebaut und durchlaufen eine nachvollziehbare und sehr spannende Entwicklung.
  • Die Serie entfernt sich niemals wirklich von ihren Wurzeln und bleibt sich selbst treu (bis auf die letzte Staffel).

Schwächen

  • Gerade im späteren Verlauf werden die Fälle leider recht vorhersehbar. Man kann zwar das Ende nicht vorhersehen, weiß aber dass noch ein Twist kommt oder dass das Offensichtliche praktisch nie die eigentliche Lösung ist.
  • Im Verlauf der Zeit verliert die Beziehung zwischen Kate und Richard an Biss und Spannung. Schließlich kommt es zur Hochzeit und die Beziehung nimmt eine neue Wendung. Hier bekommt die Serie noch einmal Energie und es ist spannend den beiden zuzusehen, welche Aufgaben Sie zu ihrer endgültigen Hochzeit bewältigen müssen.
    Ebenfalls ist es spannend welche Auswirkungen die Ehe dann mit sich bringt, leider wird dies in der letzten Staffel aufgrund des Plot komplett verworfen.
  • Die letzte Staffel passt nicht wirklich zum Rest der Serie und erweitert den Plot um Backetts Mutter um eine noch größere, in Wahrheit aber unnötige Komponente. Die letzte Folge bildet einen gelungenen Abschluss, der Rest der Staffel kann aber eigentlich ignoriert werden…

Publikum

Castle ist eine großartige Krimi-Serie die es meistens schafft eine Drehung oder Wendung nimmt, um interessant zu bleiben. Wer also auf Krimis mit ein wenig infantilem Humor (nein keine Furz-Witze, sondern dem infantilen Lausbuben-Charme von Rick Castle) mag und nichts gegen eine grundsätzliche Lovestory hat, der kommt hier auf seine Kosten.

Fazit

Castle ist eine Serie die unheimlich stark startet und eine sehr interessante Chemie zwischen den Hauptcharakteren Richard und Kate etabliert.der Vorteil, dass diese beiden irgendwann zusammen kommen ist für mich gleichzeitig die Hauptschwäche: man fiebert mit Ihnen und macht so viel durch, aber die Spannung zwischen beiden, das freche Kokettieren der ersten Staffel fehlt irgendwann.

Gerade die letzte Staffel ist recht schwach, obwohl ich hier große Hoffnung hatte, da Kates Beförderung zum Captain so viele Möglichkeiten und Konfliktpotential hätte bereiten können. Leider wurde dies für einen komplett irren Story-Arch vernachlässigt der für mich zum Teil auch nicht zu den Charakteren passte, gerade Kate hat doch bis hier her gelernt, dass sie Castle nicht los wird und er stets für sie da ist, aber trotzdem macht sie ihr eigenes Ding…
Im Endeffekt war der Übergang von der 6. zur 7. Staffel schon der eigentliche Bruch, aber die 7. Staffel kann sich fangen, während die 8. Staffel an der Stelle komplett Atypisch und für mich nicht nachvollziehbar vor sich hin läuft und erst mit dem Finale seine Wurzeln als „Castle“ erkennen lässt.

Trotzdem: Castle ist eine meiner liebsten Serien und gerade den Anfang sehe ich mir regelmäßig an und mache auch regelmäßig komplett-Durchläufe.

Von meiner Seite aus kann ich nur sagen: Danke für diese großartige Serie!

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